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Wie lege ich mich richtig in die Kurve?

Motorradfahren ist eins der schönsten Hobbys der Welt. Mit dem eigenen Motorrad die Kurven in den Bergen langfahren oder ganz einfach wendig in der Stadt umher cruisen macht beides extrem viel Spaß. Gerade für Fahranfänger ist es jedoch sehr schwer Kurven richtig einzuschätzen und sicher zu durchfahren. Da ich selber von dieser Problematik stand, will ich ihnen nun eine erklären worauf Sie achten müssen.

Eine Kurvenfahrt beim Motorrad besteht im insgesamten aus vier Phasen

Anbremsen, Einlenken, Rollen und Beschleunigen.

In der ersten Phase bremsen wir das Motorrad auf geeignete Geschwindigkeit ab. Man bekommt mit der Zeit ein gutes Gefühl dafür wie schnell und wie eng man eine Kurve fahren muss.

Darauffolgend kommt die Einlenkphase, wenn sie abgebremst haben und in die Kurve fahren dann müssen Sie sich in die Schräglage begeben. Das ist meistens der Große Knackpunkt beim Motorradfahrenfür Fahranfänger. Dafür beugt man sich mit dem Oberkörper in Kurvenrichtung und gibt mit einer ganz leichten und behutsamen Lenkbewegung gegen die Kurvenrichtung das Kippen des Motorrads an. Das bedeutet in einer Linkskurve tut man ganz leicht während man sich mit dem Oberkörper nach links beugt den Lenker nach rechts lenken, jedoch nur sehr behutsam. Bitte keine hastigen Lenkbewegungen denn das kann sehr gefährlich sein. Man bekommt mit der Zeit schnell ein Gefühl wie man die Kurve durchfahren sollte und wie man sich in die Kurve legt.

Wenn man bei einer Linkskurve dann eine Lenkbewegung nach links macht also zur Kurveninnenseite richtet sich das Motorrad weiter auf, in die entgegengesetzte Seite geht man stärker in die Schräglage.

Rollen

Nun zur dritten Phase – das Rollen. Wenn Sie dabei sind die Kurve zu fahren, angebremst haben, die richtige Schräglage haben und geeignete Geschwindigkeit erreicht haben dann kommen Sie zum Rollen. Daraufhin durchfahren Sie dann nur noch diese Kurve ohne Gas oder auf die Bremse zu drücken. Ganz wichtig ! Wenn Sie die Bremse drücken stürzen sie, deshalb niemals in Schräglage bremsen. Wenn sie merken dass ihre Schräglage zu stark ist und sie sich aufrichten müssen dann sollten Sie eine Lenker Bewegung zur Kurveninnenseite machen sofern die Situation es zulässt, niemals auf die Gegenfahrbahn ausweichen. Als zusätzlicher Trick können Sie die Beschleunigung erhöhen, wenn Sie das Gas leicht erhöhen richtet sich im Motorrad wieder auf, selbstverständlich sollte man diesen Tipp behutsam nutzen.

Beschleunigen

Ab wann beschleunige ich in einer Kurve wieder? Genau an dem Punkt wo die Kurvenausfahrt ist, also geradeaus ausläuft. An diesem Punkt können Sie anfangen leicht zu beschleunigen, niemals den Gashahn voll aufdrehen sondern behutsam Ans Gas tasten. Durch die Beschleunigung richtet Sie Ihr Motorrad wieder vollständig auf, falls es nicht genügen sollte machen Sie ebenfalls eine Lenkbewegung zur Kurveninnenseite also in einer Linkskurve nach links um Ihr Motorrad wieder aufzurichten.

Das waren die wesentlich wichtigsten Aspekte beim Kurvenfahren, um sicher Motorrad durch die Straßen zu fahren.

Verschiedene Arten die Kurve zu fahren

Es gibt drei unterschiedliche Wege beim Motorradfahren eine Kurve zu fahren. Das ist grundlegend wichtiges Wissen für den Alltag mit dem Motorrad sowie aber auch für die Führerscheinprüfung. Sie werden bei der Führerscheinprüfung oder im Alltag selbstverständlich nicht abgefragt ob sie die drei Arten kennen, jedoch ist es extrem wichtig dass Sie wissen wie sie die Kurve in welcher Situation fahren.

Legen

Das Motorrad zu Legen ist die hauptsächliche Art eine Kurve zu fahren. Man richtet sich mit dem Oberkörper und der Maschine in gleichwertige Schräglage um die Kurve zu durchfahren. Damit können Sie so gut wie jede Kurve im Straßenverkehr durchfahren.

Drücken

Die Maschine zu Drücken ist eine hervorragende Art schnell und wendig Kurven zu durchfahren und die Kurvenrichtung zu ändern. Das bedeutet, wenn sie z. B. eine schnell abwechselnde Kurve haben die zuerst links und dann rechts verläuft dann können Sie indem sie das Motorrad drücken viel einfacher und schneller diese Kurve durchfahren.

Beim Drücken bleibt ihr Oberkörper möglichst gerade. Dabei drückt man das Motorrad während der Kurve in die entsprechende Kurvenrichtung indem man am Motorrad Lenker nicht den Lenkbefehl gibt und den Lenker bewegt sondern indem man mit einem wenig Druck am Lenker das gesamte Motorrad auf die Seite beugt. Dem kann man noch zusätzlich die Kraft der Beine hinzufügen indem man auf den Trittflächen der entsprechenden Richtung auftritt. Als Beispiel: Man fährt in eine Kurve die zuerst Links und dann sofort wieder Rechts verläuft dann fährt man mit dem Motorrad hin, bremst an und geht dann in die Einlenk Phase indem man mit dem linken Fuß Druck auf die Standfläche des Motorrads gibt und mit der linken Hand Druck auf den Lenker gibt ohne diesen zu bewegen. Dadurch neigt sich das Motorrad zur Schräglage,  Der Oberkörper bleibt jedoch aufrecht und gerade. Wenn man nun die Linkskurve durchfahren hat macht man genau das selbe in die entgegengesetzte Richtung. Sofern man zu stark in der Schräglage ist kann man ein wenig nach links also zum Kurveninneren lenken damit sich das Motorrad schneller wieder aufrichtet.

Warum ist das wichtig für den Führerschein?

Für den Motorradführerschein muss man einiges Slaloms durchfahren, diese sind mit Pylonen gekennzeichnet und beinhalten einige enge Kurven. Diese Kurven müssen mit einer Mindestgeschwindigkeit durchfahren werden, durch die es schwer wird mit dem normalen legen des Motorrad den Slalom zu durchfahren. Durch das Drücken des Motorrads kommt man schnell in die eine Richtung zur Schräglage und kann sofort wieder seine Richtung in der nächsten Schräglage ändern.

Hängen

Beim hängen des Motorrads in der Kurve fahren neigt man sich mit dem Knie und dem Oberkörper zur Kurveninnenseite. Das Motorrad neigt sich nur leicht in der Kurve. Dadurch verlegt man den Schwerpunkt auf die Kurven Innenseite und fährt dadurch in die entsprechende Kurven Richtung.

Die Methodik ist schwer zu erlernen und muss sehr sehr oft geübt werden bevor sie gescheit beherrscht wird. Es ist eine hervorragende Methode um Kurven schneller zu durchfahren, da das Motorrad aufrecht bleibt und nur schwer wegrutschen kann.

Diese Methodik wird oft im Motorsport verwendet und sieht man eigentlich selten auf der Straße. Auch aus dem Grund weil die Sturzgefahr sehr hoch sein kann.

Wie lange hält eine Motorradhose?

Sie haben sich gerade die perfekte neue Schutzhose für Motorrad fahren gekauft. Jetzt fahren Sie die erste Runde und entdecken vielleicht die erste Schramme. Da fragt sich schnell…Wie lange wird meine Motorradhose halten bis ich eine neue brauche?

Das lässt sich pauschal so nicht beantworten, das kommt ganz auf Ihre Hose an. Je nachdem welche Art, Qualität, Sicherheit und Komfort Ihre Hose bietet kann das stark variieren. Im nachfolgenden Erkläre ich Ihnen wovon das abhängt.

Also ganz grundsätzlich lässt sich sagen: Nach einem Unfall der starke Abschürfungen oder schlimmeres an der Hose hinterlassen hat sollte man sich auf jeden Fall eine neue kaufen. Sofern man aber einen sicheren Fahrstil pflegt wird Ihre Hose lange halten, wie lang hängt von folgendem ab.

Lederhosen

Wenn Sie sich für eine Lederhose entschieden haben, sind Sie auf einer sehr sicheren Variante der Motorradhosen beharrt. Eine hochwertige Lederhose hält im Durchschnitt um die 8 Jahre, nach dieser Zeit sollten Sie auf Auffälligkeiten an Ihrer Hose besonders achten. Durchtäglichen Gebrauch kann sich die Lebenszeit der Hose jedoch auch verkürzen. Mit einer hochwertigen Lederhose haben Sie dennoch ein Produkt für viele Jahre gekauft.

Textilhosen

Wer sich für eine Textilhose entscheidet hat ein gutes Mittelmaß an Sicherheit und Komfort gekauft. Diese Hosen sind sehr gut verarbeitet und halten deshalb auch eine lange Zeit. Allerdings nutzt die Oberfläche einer Textilhose leichter ab als es bei Leder der Fall ist, deshalb beträgt die durchschnittliche Lebensdauer einer Textilhose um die 7 Jahre.

Jeanshosen

Hierbei muss man klar differenzieren ob die Hose auch im Alltag getragen wird oder ob damit lediglich auf dem Motorrad gesessen wird. Für Jeansträger die täglich damit im Alltag rumlaufen, da Sie sowieso alles mit dem Motorrad erledigen und eventuell auch damit zur Arbeit gehen dann ist Ihre Hose einer starken Abnutzung ausgesetzt und wird deswegen nicht so lang halten. Wenn Sie allerdings mit Ihrer Hose nicht sehr oft im Alltag Unterwegs sind dann wird Ihre Hose deutlich länger halten.

Durchschnittliche Lebensdauer

regelmäßiger Alltagsgebrauch: um die 5 Jahre

seltener Alltagsgebrauch: um die 7 Jahre

Fazit

Wie man sieht ist es eine gute Idee sich für eine hochwertige Schutzausrüstung zu entscheiden denn durch höhere Qualität wird die Lebenszeit signifikant erhöht. Eine hochwertige Schutzausrüstung ist für Motorradfahrer immer eine gute Investition.

Sie wollen mehr mehr erfahren? Für Sie haben wir bestimmt noch mehr interessante Artikel zusammengestellt oder folg uns gerne auf facebook 🙂

Was ist eine Motorrad Schutzhose?

In diesem Artikel erfahren Sie was eine Schutzhose fürs Motorradfahren ist und was das ganze überhaupt bringt.

Motorradfahren ist ein gefährlicher Sport, im Falle eines Sturzes kann man schlimme Verletzungen davontragen. Meistens ist ein Unfall in Zwei gefährliche Phasen aufgeteilt. Passiert ein Unfall mit einem Aufprall dann folgt der darauffolgende Sturz vom Motorrad. Dabei kann man sich unzählige gebrochene Knochen und Fleischwunden zuziehen. Sobald man am Boden angelangt ist fängt man an über den Boden zu schlittern und dabei schürft man sich die Haut ab.

Beim Motorradfahren gibt es drei gefährliche Körperregionen die man sich verletzen kann:
-Oberkörper
-‎Unterkörper
-‎Kopf

In diesem Artikel gehe ich näher auf den Schutz für den Unterkörper ein

Was ist eine Motorradhose?

Die Motorradhose bedeckt von der Hüfte bis zu den Knöcheln Ihren Unterkörper. Eine gute Motorradhose schützt dich vor Aufprällen und Schürfungen beim Sturz oder Schlittern. Im Vorfeld habe ich dir schon erklärt was passiert wenn man keine Schutzhose beim Motorradfahren trägt. Die Schutzhose ist nicht gesetzlich vorgeschrieben, jedoch rate ich jedem niemals ohne Schutzhose Motorrad zu fahren. Das kann den Unterschied zwischen Gesund und nicht mehr Gesund ausmachen. Wie du siehst ist eine gescheite Motorradhose extrem wichtig. Was genau macht eine Schutzhose so sicher?

Wie ist die Schutzhose aufgebaut?

Eine gute Schutzhose hat immer dieselben Merkmale, natürlich gibt es Qualitätsunterschiede jedoch haben gute Hosen in ihrer Sicherheit keine Abweichungen. Die gute Motorrad Schutzhose liegt über der Hüfte an und rutscht nicht. Durch Hüftprotektoren schützt die Hose deine wichtigen Hüftknochen vor Stürzen. Zusätzlich hat die gute Schutzhose sogenannte Knieprotektoren diese schützen deine Kniescheiben und Schienbeine vor stürzen und brüchen. Im Inneren der Hose sind Aramid bzw Kevlar Armierung vernäht, das ist ein extrem reissfester Stoff der deine Haut vor Schürfungen schützt und im Falle eines schlittern nicht reißt oder sich in die Haut brennt. Was die Kevlar Armierungen angeht gibt es jedoch leichte Unterschiede bei den Hosen, den einige Anbieter verbauen sehr viel Aramid und andere hingegen nur das Nötigste. Gefüttert sind die Hosen meistens mit Polyester. Sehr hochwertige Hosen haben auch noch das sogenannte Gore Tex vernäht, welches die Hose wasserdicht und winddicht macht jedoch trotzdem atmungsaktiv bleiben lässt.
Das Außenmaterial ist abhängig von der gewählten Hose die sie bevorzugen. Da gibt es einige Varianten.

Leder, Jeans oder Textil

Welche sie bevorzugen hängt von Ihrer individuellen Entscheidung ab.